Karl-Marx-Platz
(aktualisiert am 30. Juni 2026)
Status
in Umsetzung
Stand der Umsetzung
1. Phase der Bürgerbeteiligung im Herbst 2019 abgeschlossen, 2. Stufe zur Information und Beteiligung der Öffentlichkeit vom 26. Juni bis 18. Juli 2021. Anschließend Auswertung der Hinweise und Fertigstellung der Bauplanungsunterlage (BPU) mit Förderantrag. Beginn des Umbaus der nördlichen Fahrbahn im Herbst 2024 (1. Bauabschnitt), Fertigstellung im Frühjahr 2025. Neugestaltung der Platzfläche und -spitze von September 2025 bis Juni 2026 (2. Bauabschnitt).
Abschluss der Baumaßnahmen
Juni 2026 (letzte ergänzende Pflanzarbeiten im Herbst 2026)
Aktuelles
Derzeit finden auf dem neu gestalteten Karl-Marx-Platz folgende temporäre künstlerische Aktionen statt:
Kunst-am-Bau-Aktion „Tausche Bilder gegen Geschichten“, Petra Spielhagen
Die Künstlerin Petra Spielhagen lädt dazu ein, persönliche Erinnerungen und Erlebnisse mit dem Kiez zu teilen. Auf dem Rixdorfer Wochenmarkt tauscht sie Fotografien aus Neukölln gegen Geschichten. Die gesammelten Fotografien und Geschichten werden anschließend auf zwei Großplakatflächen im Stadtraum gezeigt und in einem Journal veröffentlicht. Die eingereichten Geschichten bleiben anonym.
Die Aktion findet im Rahmen des Wochenmarkts am 24. Juni 2026 (12 bis 18 Uhr), 27. Juni 2026 (8 bis 15 Uhr) und 4. Juli 2026 (8 bis 15 Uhr) statt.
Weitere Informationen unter: www.stadtkultur-neukoelln.de
Skulpturale Intervention „AIRdenkmal Berlin 2026 – In the Case of the Missing Arm“, Moritz Liebig
Der Künstler Moritz Liebig realisiert eine temporäre künstlerische Intervention am Skulpturenensemble „Imaginäres Theater“ von Hartmut Bonk. Ausgangspunkt der Arbeit ist die entwendete Hand einer der Bronzefiguren. Ihre Abwesenheit wird zum Anlass, das Denkmal und seine Geschichte neu zu betrachten.
Seit 2022 entwickelt Liebig mit seiner Reihe „Ergänzungsskulpturen“ temporäre Interventionen an Kunstwerken im öffentlichen Raum. Ohne die Originale dauerhaft zu verändern, macht er verborgene, vergessene oder übersehene Aspekte sichtbar. Nach Stationen in Rotterdam, Prag und Dresden ist nun erstmals auch der Berliner Stadtraum Teil dieser Kunstreihe.
Auf dem Karl-Marx-Platz ergänzt Liebig die Skulpturen mit temporären verhüllten Elementen, einer zusätzlichen Skulptur aus weißer Knete sowie farbigen Handfragmenten. Die bewusst kontrastierenden Elemente lenken den Blick auf Details der Figuren und eröffnen neue Perspektiven auf das Ensemble.
Die Intervention wird am 23. Juni 2026 vom Künstler vor Ort aufgebaut.
Weitere Informationen unter: www.stadtkultur-neukoelln.de
Bauabschluss: Einweihung am 23. Juni 2026
Nach umfassender Neugestaltung erstrahlt der Karl-Marx-Platz in neuem Glanz. Zu diesem Anlass lud das Bezirksamt Neukölln zur feierlichen Eröffnung des Platzes am 23. Juni 2026 ein.
Es sprachen Stephan Machulik (Staatssekretär für Wohnen und Mieterschutz, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen), Martin Hikel (Bezirksbürgermeister von Neukölln), Jochen Biedermann (Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr), Janine Wolter (Bezirksstadträtin für Bildung, Kultur und Sport) und Nikolaus Fink (diemarktplaner). Darüber hinaus wurden die temporären künstlerischen Interventionen von Petra Spielhagen und Moritz Liebig vorgestellt, die den neu gestalteten Platz auf besondere Weise in Szene setzen.
Rückblick auf den Umbau
Die Baumaßnahme wurde in zwei Bauabschnitten durchgeführt. In einem ersten Schritt wurde die nördliche Fahrbahn umgebaut, die Fertigstellung erfolgte im Frühjahr 2025. Unter Verwendung von gesägtem Großsteinpflaster ist eine fahrradfreundliche Verkehrsfläche entstanden, die gestalterisch den historischen Stadtraum berücksichtigt.
Die Erneuerung der Platzfläche und -spitze erfolgte zwischen September 2025 und Juni 2026, wobei die historische Dreiecksform erhalten blieb. Der Platz dient den Anwohnenden nun als attraktiver Aufenthaltsraum. Ebenso erfüllt er die Anforderungen des regelmäßig stattfindenden Wochenmarkts. Dafür wurde ein widerstandsfähiges Betonsteinpflaster mit Natursteinvorsatz in zwei Steingrößen mit Flechtverband verbaut. Der hier zum Einsatz gekommene sogenannte „Klimastein“ ermöglicht, dass Niederschlagswasser teilweise im Stein gespeichert wird und somit verdunsten kann. Am Platzrand entstanden zudem neue Sitzmöglichkeiten in Form von Einfach-, Doppel- und Halbrundbänken. Die zwei Lichtmaste im Westen des Platzes wurden durch neue Beleuchtungsanlagen ersetzt. Im Übergangsbereich zwischen Platzfläche und -spitze wurde ein dritter Lichtmast installiert. Die Skulpturengruppe samt Granitblöcken sowie die beiden Kioskbauten wurden beibehalten.
Die ehemals umzäunte Platzspitze wurde geöffnet und für die Öffentlichkeit nutzbar gemacht. Es wurden halbrunde Bänke mit Blick auf den Platz, eine Sitzgruppe mit vier Stühlen und einem Tisch sowie zwei Federwippen aufgestellt. Die Oberfläche erhielt eine wassergebundene, versickerungsfähige Wegedecke.
Die Entwässerung des neu gestalteten Platzes erfolgt auf zwei Wegen. Anfallendes Regenwasser wird zum einen aufgrund des Gefälles in die Straßenabläufe nördlich und südlich der Platzfläche geleitet und zum anderen über eine Pflasterrinne in die Versickerungsmulde auf der Platzspitze geleitet. Darüber hinaus kann das Regenwasser in der begrünten Entwässerungsmulde versickern, die im ehemaligen Brunnenbecken angelegt wurde.
Die Anrainerinnen und Anrainer des Karl-Marx-Platzes wurden im Rahmen des ersten Bauabschnitts im Herbst 2024 mittels eines Informationsflyers, der per Hauswurfsendung verteilt wurde, über die bevorstehenden Bauarbeiten informiert. Ein weiterer Flyer, der im Herbst 2025 ebenfalls per Hauswurfsendung verteilt wurde, widmete sich dem zweiten Bauabschnitt. Beide Flyer sowie weitere ergänzende Unterlagen stehen nachfolgend zum Download bereit:
Aktuelle Informationen zur Baumaßnahme und zum Baufortschritt wurden regelmäßig über den Newsletter und im FORUM kommuniziert.
Beiträge aus der Sanierungszeitung KARLSON zum Karl-Marx-Platz

Karl-Marx-Platz wird grün, offen und klimaangepasst
Karlson # 12 – Dezember 2025
Der Umbau des Karl-Marx-Platzes ist in vollem Gange. Weiterlesen…

Mehr Aufenthaltsqualität im Kiez
Karlson # 11 – November 2024
Nach einem umfangreichen Planungs- und Beteiligungsprozess haben die Umbauarbeiten am Karl-Marx-Platz begonnen. Weiterlesen…

Die Sicht der Marktplaner
Karlson # 11 – November 2024
Zwei Mal wöchentlich findet auf dem Karl-Marx-Platz ein Wochenmarkt statt. Die Marktplaner, die diesen Markt begleiten, kennen die Gegebenheiten des Platzes somit besonders gut. Weiterlesen…

Planungsendspurt für den Karl-Marx-Platz
Karlson # 8 – Juli 2021
Am 24. Oktober 2019 wurden im Rathaus Neukölln die ersten Planungsideen für die Umgestaltung des Karl-Marx-Platzes vorgestellt. Seitdem hat sich Vieles getan. Weiterlesen…

Wie sieht der Karl-Marx-Platz der Zukunft aus?
Karlson # 7 – Juni 2020
Der Karl-Marx-Platz bildet aus Richtung der Karl-Marx-Straße mit seiner markanten Dreiecksform den Auftakt zum historischen Rixdorf.
Weiterlesen…
Rückblick auf den Planungsprozess
Im Anschluss an die öffentliche Informationsveranstaltung im Oktober 2019 (siehe unten) wurden die Planungen für den Karl-Marx-Platz weiter vertieft. Ende August 2021 wurde die Bauplanungsunterlage (BPU) an die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen übergeben. Vorbereitend konnten sich im Juni und Juli 2021 alle Interessierten auf verschiedenen Wegen über die aktuellen Planungen informieren und Hinweise zur künftigen Gestaltung des Bereichs der Platzspitze abgeben. Vom 26. Juni bis zum 18. Juli 2021 wurden zu diesem Zweck entsprechende Seiten auf dem Beteiligungsportal des Landes meinBerlin angelegt und es wurde ausführlich über den Planungsstand informiert. Die Interessierten wurden zudem gebeten, ihre Meinung zur künftigen Gestaltung der Platzspitze mitzuteilen.
Am Samstag, den 3. Juli 2021, standen die Planenden für persönliche Rückfragen, Hinweise und Gespräche an einem Info-Stand auf dem Wochenmarkt Karl-Marx-Platz zur Marktzeit zur Verfügung. Alle eingegangenen Äußerungen wurden systematisch erfasst, vom Straßen- und Grünflächenamt, Stadtplanungsamt und von der Sanierungsbeauftragten BSG mbH gesichtet und für die abschließende Planung des Karl-Marx-Platzes abgewogen. Die Ergebnisse der Abwägung flossen in die Bauplanungsunterlage (BPU) ein, die Grundlage für die Bewilligung von Fördermitteln ist.
Aufgrund neuer Regularien der Berliner Wasserbehörde, die auf die gestiegenen Anforderungen an den Stadtraum durch die Herausforderungen des Klimawandels (wie z.B. Starkregenereignisse und Trockenperioden) reagieren, wurden die ursprünglichen Planungen zur Entwässerung des Platzes aus 2021 punktuell überarbeitet. Die damit verbundenen notwendigen Neuplanungen haben zu einer Verzögerung des ursprünglich für 2022 vorgesehenen Baubeginns geführt.
Die Abwägungstabelle steht nachfolgend zum Download zur Verfügung:
Ausführliche Informationen zum Beteiligungsprozess in 2021 finden Sie unter:
Informationsveranstaltung am 24. Oktober 2019
Wie wirken sich die Ergebnisse des Verkehrskonzeptes aus dem Jahr 2018 auf den Richardkiez aus? Mit der Aufwertung des Böhmischen Platzes wurde bereits ein zentraler Baustein der geplanten Maßnahmen umgesetzt. Im Fokus dieser Informationsveranstaltung stand auch der Karl-Marx-Platz.
Am 24. Oktober 2019 bestand im Rathaus Neukölln für die Anwohnerschaft und Gewerbetreibenden die Möglichkeit, Fragen an die Planenden zu richten und sich über die Auswirkungen des Umbaus für Anwohnende und Gewerbetreibende zu informieren. Anwesend war auch der für den Straßenumbau zuständige Bezirksbürgermeister Martin Hikel.
Sowohl während als auch im Nachgang der Informationsveranstaltung am 24.10.2019 wurden von den Anwohnenden ergänzende Planungs- und Gestaltungsideen zu den vorgestellten Planungen hervorgebracht. Ein Großteil der Forderungen bezog sich zum einen auf eine Reduzierung des Durchgangsverkehrs durch Schließung der sogenannten „Schnalle“ – der Verengung im Straßenraum zwischen Karl-Marx-Platz und Richardplatz – und zum anderen auf eine Steigerung der Aufenthaltsqualität durch eine Minderung der Kfz-Stellplätze und Einbeziehung der südlichen Fahrbahn in das Gestaltungskonzept.
Verkehrskonzept und Kiezblock Rixdorf
Im Auftrag des Bezirksamts wurde 2018 ein Verkehrsgutachten erstellt, um mögliche Maßnahmen zur Verkehrslenkung und Verkehrsberuhigung im Richardkiez zu identifizieren. In die Erarbeitung des Konzepts wurden unterschiedliche Nutzergruppen einbezogen. Anlass für die Untersuchung war die starke Belastung vieler Straßen im Richardkiez mit Durchgangs- und Parksuchverkehr, bedingt durch die Lage des Kiezes zwischen den zwei Hauptverkehrsstraßen Sonnenallee und Karl-Marx-Straße sowie die Nähe zum Bezirkszentrum Neukölln.
Im Sommer 2024 wurden im Rahmen des Kiezblocks Rixdorf, der 2021 durch die Bezirksverordnetenversammlung Neukölln (BVV) beschlossen wurde, verschiedene Maßnahmen umgesetzt, um den Durchgangsverkehr vor Ort auf ein Minimum zu begrenzen. Die Umgestaltung des Karl-Marx-Platzes ist Teil des Gesamtkonzepts zur Verkehrsberuhigung in Rixdorf.
Weitere Informationen
Kontakt
BSG Brandenburgische Stadterneuerungsgesellschaft mbH
Karl-Marx-Str. 117
12043 Berlin
Tel.: 030 / 68 59 87 71
Fax: 030 / 68 59 87 73
E-Mail: kms(at)bsgmbh.com





