Im KARLSON #7 – 2020, der Zeitung für das Sanierungsgebiet Karl-Marx-Straße/Sonnenallee informieren wir Sie wieder über die Entwicklungen und Projekte, die das Geschehen der städtebaulichen Sanierung aktuell prägen. Wir geben Ihnen in dieser Ausgabe unter anderem eine Übersicht über die noch ausstehenden Vorhaben im Sanierungsgebiet, stellen Ihnen die Planungen für die Weserstraße, den Wildenbruchplatz, den Karl-Marx-Platz und die Thomasstraße vor und befassen uns mit den Auswirkungen des Klimawandels und Klimaschutzes auf die Planungen vor Ort. Nachfolgend können Sie sich die einzelnen Artikel ansehen und auch herunterladen.

Stand Juni 2020

Kinder- und Familienzentrum Karl-Marx-Straße 52

Wieder auf der Tagesordnung

Schon seit vielen Jahren wird die Baulücke in der Karl-Marx-Straße 52 von einem Pächter als Parkplatz genutzt. Städtebaulich ist dieser Zustand unbefriedigend. So wurde bereits 2011 von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen sowie vom Bezirk festgelegt, hier in zentraler Lage ein Kinder- und Familienzentrum zu errichten. Dieses soll unterschiedliche Angebote für Kinder und Eltern unter einem Dach vereinen. Dieses Sanierungsziel wurde inzwischen mit einem Bebauungsplan rechtlich gesichert. Demnach soll die Baulücke mit einem bis zu sechsgeschossigen Gebäude geschlossen werden, das ausschließlich für Gemeinbedarfszwecke, also Einrichtungen für Kinder- und Familien, genutzt werden darf. Das Grundstück gehörte aber privaten Eigentümern, die zunächst andere Pläne hatten. Erst im Sommer 2019 ist es endlich gelungen, das Grundstück für das Land Berlin mit Städtebauförderungsmitteln zu erwerben.

Auf der Fläche des Parkplatzes soll ein Kinder- und Familienzentrum entstehen (© Bergsee, blau)

Dies war der Startschuss für die Wiederaufnahme der Planungen. Nachdem fast neun Jahre seit den ersten Planungen vergangen sind, musste das Jugendamt die Bedarfe noch einmal aktualisieren und prüfen. Familienzentrum und Familiencafé sowie eine Kita bleiben die zentralen Nutzungen im Gebäude. Zusätzlich soll eine Familienberatungsstelle und der Kinder- und Jugendpsychiatrische Dienst Nord-Neukölln einziehen. Auch die Aktualisierung der 2011 erstellten Machbarkeitsstudie wird demnächst beauftragt. Damit der Bezirk Finanzierungsmittel aus der Städtebauförderung beantragen kann, müssen die voraussichtlichen Gesamtkosten und Nutzflächen des Neubaus neu ermittelt werden. Außerdem muss der Bezirk noch einen Träger und Betreiber für das Gebäude und die Einrichtungen finden. Die weiteren Planungen und der Zeitplan sollen gemeinsam mit dem künftigen Träger ausgearbeitet werden. Es wird also noch ein paar Jahre dauern, bis es mit dem Bauen losgehen kann.