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Lenkungsgruppe der [Aktion! Karl-Marx-Straße]

Die Lenkungsgruppe ist das Akteursgremium der [Aktion! Karl-Marx-Straße]. In ihr beraten die Akteurinnen und Akteuren der Karl-Marx-Straße – Anwohnende, Gewerbetreibende, Händlerinnen und Händler, Dienstleistende, Eigentümerinnen und Eigentümer sowie deren Vertreterinnen und Vertreter, Mietervertreterinnen und Mietervertreter sowie Kulturschaffende – die zentralen Projekte und Planungen für die Neuprofilierung der Karl-Marx-Straße. Die Lenkungsgruppe ist die Interessenvertretung des Hauptzentrums Karl-Marx-Straße und der „Think Tank“ der [Aktion! Karl-Marx-Straße].

Informationen und Aktuelles zur Lenkungsgruppe finden Sie hier

Die Lenkungsgruppe trifft sich in der Regel jeden zweiten Dienstag im Monat um 18 Uhr in den Räumen des Citymanagements der [Aktion! Karl-Marx-Straße], Richardstraße 5, 12043 Berlin oder digital als Videokonfernz.

Alle Interessierten sind herzlich willkommen, an den Treffen der Lenkungsgruppe teilzunehmen und sich in den Prozess einzubringen.

Kontakt

Lenkungsgruppe Standortgemeinschaft/Beteiligungsgremium der [Aktion! Karl-Marx-Straße] lenkungsgruppe(at)aktion-kms.de

Stellungnahmen

Namentlich gekennzeichnete Stellungnahmen stellen nicht unbedingt die Meinung des Bezirksamt Neukölln dar.

Zum Broadway N. 17 "Reibungen"
von Marlies Fuhrmann, Mitglied der Lenkungsgruppe, 11.8.26

„Über welche Themen lohnt es sich zu streiten?
Laut Diskussionsstand im Bürgerbeteiligungsgremium des Sanierungsgebietes KMS wären dies die Verkehrsführung in Kiezblocks, Klimaschutz- und Sicherheitsmaßnahmen, Einführung von Mehrweggeschirr…

Dabei müssen Auseinandersetzungen fair geführt werden um produktiv zu sein. Am Besten indem man bei Reizthemen konträre Meinungen gegenüber stellt. Und mit dem Versuch eines Ausgleichs am Ende.

– Reibungen > Interessenkonflikte – es gibt genug davon in Nord-Neukölln. Die Bewohner, ihre Ansprüche, ihre Umgangsformen, ihre Sicht auf die Welt sind sehr unterschiedlich. Man kann sie soziologisch betrachten. Sie sind aber real. Das Durchsetzen von Gruppeninteressen – weil sie gerade im Fokus stehen – schafft Unfrieden und Frust. Über einen intellektuellen Diskurs hinaus müssen Probleme konkret benannt und möglichst praktisch gelößt werden. Sonst verstärken sie sich. Aushalten ist keine Option. Wir wissen nicht was die Zukunft bringt. Aber wir können daran arbeiten dass sie gelingt. Indem wir den Gemeinsinn stärken und Gruppenegoismen Grenzen setzen.

– Graffiti > Das Haus, die Hausgemeinschaft – dort wo wir wohnen ist unser Zuhause. Wer möchte, dass es jemand oder eine organisierte Gruppe markiert, bedrohliche Botschaften anbringt und Anspruch darauf erhebt? Es gibt in Berlin eine massive Zunahme von Graffiti. Man kann damit Häuser, eine ganze Gegend unwirtlich bis abbruchreif sprühen. Und Bahnfahrten zur Gruseltour machen. Dazu hat niemand das Recht. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz weißt auf die Schutzbedürftigkeit von Denkmälern hin „sonst wird Geschichte überschrieben“.

– Toiletten > Es mangelt an öffentlichenToiletten. Die kostenlosen kommunalen sind längst abgeschafft weil ihr Betrieb zu aufwendig war. Inzwischen kämpfen kommerzielle Anbieter gegen die mißbräuchliche Nutzung von öffentlichen Toiletten. Die eine normale Nutzung verhindert. Die trotz Betriebskonzept zur Schließung führt, weil auch die mehrmalige tägliche Reinigung, die wiederholte Instandsetzung nicht dagegen ankommen. Kann eine Privatisierung der Privatisierung – mit Hilfe der Gastronomie – eine Lösung sein?

– Sucht > Die Zunahme von Sucht und Obdachlosigkeit zeigt sich auf der Straße und in sämtlichen nordneuköllner Parks. Sie überfordert. Das Engagement von Fixpunkt ist ein Auftakt. Suchtpolitik bedarf der professionellen Prävention, der Schadens- und Angebotsreduzierung. Und niedrigschwelligen Wohnangeboten.

– Verkehr > Ein funktionales bezirkliches Verkehrskonzept muß die Grundlage für Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung sein. Damit die verschiedenen Verkehrsarten bzw. Teilnehmer möglichst konfliktfrei miteinander auskommen. Fahrradfreundliche Poller und Barken an Straßen und im Quartier dürfen nicht zum Problem für Einsatzfahrzeuge werden. Seitliche Schwellen wären praktisch und optisch verträglicher. Durch die Reduzierung von Parkplätzen werden die Autos nicht automatisch weniger. Sie parken in Ladezonen, die Straßenecken zu und auf Gehwegen. Wenn das Ordnungsamt nicht ausreichend ausgestattet wird. Und der Parksuchverkehr außer Acht gelassen ist.

Der Straßenraum ist mehr als die Straße selbst. Die Fußwege und der Fußverkehr gehören dazu. Die von Gastronomie und Auslagen ungehinderte Passage muß gewährleistet sein. Gleichzeitig müssen wir unsere Plätze schützen. Vor Anschlägen mit dem Auto. Gegen rücksichtslose Nutzer. Und gegen die Hitze. Das kann mit Maßnahmen geschehen die Schutz, Möblierung und Begrünung verbinden. Zu neuer Aufenthaltsqualität. Für einen Umstieg auf den ÖPNV sind dichtere Zug- und Busfolgen notwendig. Und ein Ende der seit Jahren verschleppten U-Baumaßnahmen auf dem Hermannplatz.

– Müll > Nordneukölln ist stark vermüllt. Verpackungen wie To-go-Becher und Einweggeschirr samt Essensresten finden sich überall. Die Ratten freut es. Die anderen ringen mit den Folgen. Verpackungsmüll sollte möglichst gar nicht erst entstehen. Gastro-Verpackungen gehören berlinweit höher besteuert. Und die Anschaffung von Mehrwegsystemen durch Gebietsfonds wie dem Sanierungsgebiet KMS/Sonnenallee gefördert.“

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Ansprechpartner

Bezirksamt Neukölln
Stadtentwicklungsamt
Fachbereich Stadtplanung
Karl-Marx-Straße 83, 12040 Berlin
Tel.: 030 – 90 239 2153
stadtplanung(at)bezirksamt-neukoelln.de

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen IV C 32
Anke Heutling
Württembergische Straße 6-7, 10707 Berlin
Tel.: 030 – 90 173 4914
anke.heutling(at)senstadt.berlin.de

 

BSG Brandenburgische
Stadterneuerungsgesellschaft mbH

Sanierungsbeauftragte des Landes Berlin
Karl-Marx-Straße 117 , 12043 Berlin
Tel.: 030 – 685 987 71
kms(at)bsgmbh.com

Lenkungsgruppe
der [Aktion! Karl-Marx-Straße]

lenkungsgruppe(at)aktion-kms.de

 

Citymanagement
der [Aktion! Karl-Marx-Straße]

Richardstraße 5, 12043 Berlin
Tel.: 030 – 22 197 293
cm(at)aktion-kms.de

Bundesministerum des Inneren, für Bau und Heimat
Städtebau-Förderung
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