Im KARLSON #7 – 2020, der Zeitung für das Sanierungsgebiet Karl-Marx-Straße/Sonnenallee informieren wir Sie wieder über die Entwicklungen und Projekte, die das Geschehen der städtebaulichen Sanierung aktuell prägen. Wir geben Ihnen in dieser Ausgabe unter anderem eine Übersicht über die noch ausstehenden Vorhaben im Sanierungsgebiet, stellen Ihnen die Planungen für die Weserstraße, den Wildenbruchplatz, den Karl-Marx-Platz und die Thomasstraße vor und befassen uns mit den Auswirkungen des Klimawandels und Klimaschutzes auf die Planungen vor Ort. Nachfolgend können Sie sich die einzelnen Artikel ansehen und auch herunterladen.

Stand Juni 2020

Was ist geplant?

Aktuelle Vorhaben im Sanierungsgebiet

Seit 2009 werden Maßnahmen im Fördergebiet Karl-Marx-Straße, seit 2011 auch im Gebietsteil Sonnenallee durch Mittel der Städtebauförderung unterstützt. Bis voraussichtlich 2026 können noch Projekte zur Förderung angemeldet werden. Rund die Hälfte des Weges ist geschafft.

Im Kosten- und Finanzierungsplan sind für die investiven Sanierungsvorhaben rund 82 Millionen Euro eingeplant. Davon wurden bis Ende 2019 bereits 32 Millionen Euro in Projekte zur Erneuerung und Verbesserung der öffentlichen Infrastruktur investiert. Viele positive Veränderungen sind deutlich sichtbar wie am fertig umgebauten Alfred-Scholz-Platz oder am Weichsel- und Lohmühlenplatz. Andere Orte befinden sich noch im Umbruch, wie z. B. das ehemalige Kindl-Areal. Aber es gibt im Sanierungsgebiet auch noch viele „Baustellen“. Die größte und anspruchsvollste ist der Umbau der Karl-Marx-Straße, der jetzt in seinem dritten Bauabschnitt angekommen ist. Doch es bleibt noch viel zu tun. Die Projekte der kommenden Zeit stellen wir Ihnen nachfolgend kurz vor. Detaillierte Projektbeschreibungen finden Sie hier im Karlson und unter kms-sonne.mmserver.org.

Beim fahrradgerechten Ausbau der Straßen nimmt der Bezirk Neukölln auch mit den Maßnahmen im Sanierungsgebiet berlinweit eine Vorreiterrolle ein. Die Fahrradstraße am Weigandufer wird demnächst fertiggestellt und ist auf dem bereits umgestalteten und autofreien Abschnitt zwischen Inn- und Wildenbruchstraße schon jetzt eine viel genutzte Verbindung. Die Donaustraße wurde in diesem Jahr fertig umgebaut und bietet nun eine gute Umfahrung des Baustellenbereichs der Karl-Marx-Straße. Die Karl-Marx-Straße selbst wird mit Fahrradstreifen und streckenweise einer Protected Bike Lane für den Fahrradverkehr ebenfalls attraktiver. Mit dem Ausbau zur Fahrradstraße wird auch die Weserstraße fahrradfreundlicher; hier steht die Planung kurz vor dem Abschluss. Auch für die Thomasstraße liegen bereits Planungen vor, die in diesem Jahr konkretisiert werden. Die Planungen für die Umgestaltung der Elbestraße beginnen voraussichtlich 2021. Hiermit wird zugleich eine wichtige Quervernetzung der Fahrradinfrastruktur geschaffen. Perspektivisch sollen auch die Weichsel-, Boddin- und Rollbergstraße als bedeutende Nebenstraßen der Karl-Marx-Straße im Rahmen der Sanierung erneuert werden. Der Umbau des Karl-Marx-Platzes ist derzeit in der Planungs- und Beteiligungsphase, während die Planungen für die noch nicht erneuerten Bereiche des Wildenbruchplatzes vor dem Abschluss stehen.

Neben den Straßenbaumaßnahmen wird auch die soziale Infrastruktur im Gebiet verbessert. Dazu gehört die Sanierung und Erweiterung der Elbe-Grundschule. Ihr neues Mehrzweckgebäude soll Anfang 2021 eröffnet werden. In Kürze beginnen die Bauarbeiten für den Neubau der Kinder- und Jugendeinrichtungen Blueberry Inn. Nach seiner Fertigstellung soll in der Nachbarschaft gleich weitergebaut werden. Hier wird auf dem bisher als Parkplatz genutzten Grundstück Karl-Marx-Straße 52 ein Familienzentrum mit Kita entstehen, welches zugleich Räume für bezirkliche Kinder- und Familienangebote unter seinem Dach beherbergen wird.

Auf dem Gelände der Manege auf dem Campus Rütli soll ein größeres Gebäude entstehen, in dem unter anderem Einrichtungen der Jugendbildung neu aufgenommen werden. Das Sportplatzgelände am Maybachufer nördlich des Campus Rütli soll ebenfalls erneuert und mit einer Sporthalle und einem neuen öffentlichen Spielplatz besser ausgenutzt werden.